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  • Was, wenn das Eigenheim im Alter zur Last wird?

    07.05.2026
    Mit dem Eintritt ins Rentenalter sinkt in der Regel das Einkommen und häufig steigen die Aufwände und Kosten für den Unterhalt des alternden Eigenheims. Ein Verkauf kann eine Lösung sein, aber es gibt auch Alternativen.
Mann und Frau in der Küche

Was, wenn das Eigenheim im Alter zur Last wird?

07.05.2026
Mann und Frau in der Küche
Mit dem Eintritt ins Rentenalter sinkt in der Regel das Einkommen und häufig steigen die Aufwände und Kosten für den Unterhalt des alternden Eigenheims. Ein Verkauf kann eine Lösung sein, aber es gibt auch Alternativen.

Starke emotionale Bindung zum langjährigen Eigenheim

Für viele ist das Eigenheim mehr als nur ein Dach über dem Kopf – es ist Lebensmittelpunkt, Erinnerungsträger und oft auch die grösste finanzielle Investition, die man im Leben getätigt hat. Auch wenn die Immobilie für die einen oder anderen mit der Zeit zu gross wird: Die Bereitschaft, das geliebte Eigenheim zu verkaufen, ist grundsätzlich tief. Die Mehrheit der 50- bis 65-jährigen Eigentümerinnen und Eigentümer möchte über die Pensionierung hinaus im Eigenheim bleiben.

Das hat mehrere Gründe, wie unsere Wohntraumstudie 2025 zeigt:

  • emotionale Bindung an das Zuhause
  • Unsicherheit bezüglich zukünftiger Wohnkosten
  • Wunsch, im vertrauten Umfeld zu bleiben
  • Wunsch, dereinst die Immobilie weiterzugeben
  • Erwartung weiter steigender Immobilienpreise

Einkommen sinkt – finanzielle Belastung steigt

Viele ältere Hauseigentümerinnen und -eigentümer haben ein Eigenheim, das praktisch schuldenfrei ist oder sie haben die Hypothek so stark amortisiert, dass sie argumentieren, nirgendwo günstiger wohnen zu können. Gleichzeitig verursacht die alternde Immobilie jedoch zunehmend Aufwand und Kosten für Unterhalt und Renovationen. Da das Einkommen nach der Pensionierung in der Regel sinkt, verschlechtert sich damit auch die Tragbarkeit der Hypothek. Auch wenn es emotional schwierig ist, über das Dilemma zu sprechen, lohnt es sich, mit Immobilienexpertinnen und -experten die Situation zu erörtern. Denn der Verkauf oder die Weitergabe der Immobilie innerhalb der Familie sind zwar naheliegende Optionen, aber eben häufig nicht die, mit denen man sich anfreunden will. Es gibt weitere interessante Möglichkeiten, über die man nachdenken sollte.  

Wohnrecht sichert Verbleib im Haus 

Kommt ein Verkauf nicht in Frage und will man sich trotzdem nicht mehr für den Unterhalt verantwortlich fühlen, könnte eine Übertragung der Immobilie an die Kinder mit Wohnrecht eine gute Lösung sein. Das Wohnrecht berechtigt, die Immobilie oder Teile davon lebenslang selbst zu bewohnen, ohne dabei Eigentümerin oder Eigentümer zu sein. Die Eigentumsrechte gehen an die Kinder über und damit müssen diese auch für eine allfällige Hypothek sowie grössere Unterhalts- und Renovationsarbeiten aufkommen, was entlastet. Die Immobilie kann dabei an die Kinder verkauft oder als Erbvorbezug übertragen werden. 

Um- oder Anbau für mehrere Parteien

Wenn es die finanziellen Mittel zulassen und sich die Immobilie eignet, könnte eine weitere Variante ein Um- oder Anbau sein, bei welchem beispielsweise eine Einliegerwohnung in ein Einfamilienhaus integriert wird oder ein Mehrfamilienhaus entsteht. Die Umbauarbeiten erlauben es der Eigentümerschaft, die Immobilie zu verkaufen oder an die Kinder zu übertragen und sich dabei ein Wohnrecht für die Einliegerwohnung oder einen Hausteil zu sichern. Bei dieser Lösung hätten die Käuferschaft oder die Kinder per Eigentumsübernahme einen Teil der Immobilie sofort zur Verfügung und könnten diesen entweder selbst bewohnen oder weitervermieten. Werden mehrere Wohnungen gebaut, können allenfalls auch jedes Kind und die ursprüngliche Eigentümerschaft eine davon im Stockwerkeigentum übernehmen. So tragen alle gemeinsam zum Unterhalt und den Kosten bei.

Verkauf und Umzug – oft besser als befürchtet

Und wenn man schliesslich im Thema drin ist, lohnt es sich auch, offen dafür zu sein, einen Verkauf der Immobilie und den Umzug in eine kleinere Mietwohnung oder Eigentumswohnung zu prüfen. Dies ist häufig eine finanziell tragfähige Lösung. Die Sorge vor hohen Miet- oder Wohnkosten relativiert sich meistens, wenn man einen allfälligen Renovationsstau, tiefere Nebenkosten und die Freisetzung von gebundenem Vermögen berücksichtigt. Durch die starken Preisanstiege haben viele Eigentümerinnen und Eigentümer ihre investierten Eigenmittel innert zehn Jahren mehr als verdoppelt. Diese werden mit dem Verkauf frei und reichen oft, um die Wohnkosten im Alter langfristig zu decken. Zudem ist ein Verkauf zu Lebzeiten ein sehr wirksames Mittel, um Erbstreitigkeiten unter Nachkommen zu vermeiden, da die Immobilie aus der Erbmasse herausgelöst wird. Es lohnt sich also, zumindest über einen Verkauf nachzudenken und die Option nicht einfach blind auszuschliessen.  

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