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Die Hypothekarzinsen zeigen sich seit Sommer 2025 weitgehend stabil. Der starke Franken schirmt die Schweiz von bedeutenden Preisanstiegen und hohen Inflationserwartungen ab. Die weltweit hohen Energiepreise gehen aber auch hierzulande nicht spurlos vorbei, sondern stellen einen konjunkturellen Bremsklotz dar. Die Wachstumssorgen wirken dämpfend auf die langfristigen Zinsen und verhindern einen stärkeren Anstieg der Finanzierungskosten. Zinsausschläge nach oben sind auf die Sorge vor Ölknappheit zurückzuführen, während Geldzuflüsse aus dem Ausland und Wachstumssorgen dagegenwirken. Mal überwiegt das eine, dann wieder das andere und entsprechend erleben wir eine wellenförmige Seitwärtsbewegung.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte den Leitzins bis zum Jahresende unverändert bei 0% belassen. Für die kommenden Monate wird entsprechend mit gleichbleibenden, allenfalls leicht höheren Zinsen gerechnet, die von der tiefen Inflation, einer schwachen Konjunktur und dem starken Franken profitieren. International hingegen mehren sich die Anzeichen für ein strukturell höheres Zinsumfeld, was eine Rückkehr zu Tiefstzinsen in der Schweiz, wie wir sie vor 2022 gesehen haben, immer unwahrscheinlicher macht. Vielmehr dürfte sich hierzulande das aktuelle Zinsniveau festsetzen und so etwas wie die neue Normalität darstellen, die historisch betrachtet und im Vergleich zum Ausland sehr attraktiv ist.
Hinweis: Prognosen über die zukünftige Zinsentwicklung sind sehr komplex und daher immer als Einschätzung und nicht als exakte Richtungsangabe zu betrachten.