Wir nutzen Cookies, um die Website benutzerfreundlich, sicher und effektiv zu gestalten. Cookies dienen der Erhebung von Informationen über die Nutzung von Websites. Weitere Informationen: Hinweise zum Datenschutz
Steigende Immobilienpreise und stagnierende Einkommen machen den Traum vom Eigenheim für viele zur finanziellen Herausforderung. Unsere Analyse von 7'500 Kauftransaktionen zeigt, dass mittlerweile 48% der Neukäuferinnen und Neukäufer auf Gelder aus der zweiten Säule (Pensionskasse) zurückgreifen, um das Eigenkapital zu erhöhen und damit die Tragbarkeitsanforderungen zu erfüllen. Im Durchschnitt werden für den Kauf eines Einfamilienhauses im Wert von CHF 1.35 Mio. rund CHF 115’000 aus der Pensionskasse bezogen. Damit finanzieren sich angehende Eigentümerinnen und Eigentümer ihren Wohntraum. Gleichzeitig riskieren sie damit eine Rentenlücke von rund CHF 500 pro Monat. Diese Lücke gilt es bis zur Pensionierung zu schliessen, um später keine unangenehme Überraschung zu erleben.
Die Wohneigentumsförderung (WEF) macht den Bezug von Vorsorgegeldern für den Immobilienkauf überhaupt erst möglich – birgt aber langfristig Risiken, die beachtet werden sollten. Wer heute mit 40 Jahren ein Eigenheim kauft und nur die Pflichtamortisation leistet, wird bei der Pensionierung mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die die Tragbarkeit der Hypothek im Rentenalter nicht mehr gegeben ist. Aufgrund der Rentenlücke und generell sinkender Renten dürfte die finanzielle Belastung auf gegen 50% vom Einkommen steigen und damit die geforderte Limite von 33% weit überschreiten. Es empfiehlt sich deshalb, den Vorsorgebezug mit gezieltem Sparen und einer langfristigen Finanzplanung zu kompensieren.
Eine optimierte Finanz- und Vorsorgeplanung sichert die Tragbarkeit im Rentenalter. Sie kann stark vereinfacht wie folgt aussehen:
Wie viel im Einzelfall in welches Gefäss einbezahlt werden soll, ist Teil einer individuellen, frühzeitigen und fundierten Finanz- und Vorsorgeplanung, welche allen Immobilienbesitzenden zu empfehlen ist. Im oben erwähnten Beispiel belaufen sich die Ersparnisse aus Pensionskasse, Säule 3a und freiem Sparen bis zur Pensionierung auf rund CHF 1.1 Mio . Rund ein Drittel von dieser Summe trägt die Anlage der Vorsorge- und Spargelder in Aktien und Anleihen bei. Wer auf die Anlage der Spar- und Vorsorgegelder in Aktien und Anleihen verzichtet, muss rund eineinhalbmal so viel sparen, um bei Pensionierung die gleiche finanzielle Ausgangslage zu haben.