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zinseinschaetzung

Attraktive Hypozinsen – wie lange noch?

09.03.2026 | Marco Tomasina
zinseinschaetzung
Je länger der Konflikt in Nahost anhält und je stärker er die Preise für Energie und andere Güter ansteigen lässt, desto wahrscheinlicher werden Zinsanstiege – auch in der Schweiz.
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Das Wichtigste in Kürze
  • Die Hypothekarzinsen bewegen sich seit letztem Sommer seitwärts und werden derzeit vom erstarkten Schweizer Franken vor Erhöhungen abgeschirmt.
  • Je länger der Konflikt in Nahost anhält und je stärker er die Preise für Energie und andere Güter ansteigen lässt, desto wahrscheinlicher werden Zinsanstiege – auch in der Schweiz.
  • Vorerst gilt es jedoch, von den aktuell attraktiven Hypothekarzinsen zu profitieren, indem man die Angebote von verschiedenen Hypothekargebern vergleicht und so den gestiegenen Margen aus dem Weg geht.

Entwicklung der Zinssätze

Auf und ab auf tiefem Niveau

Die Hypothekarzinsen bewegen sich seit letztem Sommer weitgehend seitwärts. Sie verlaufen in Wellenbewegungen im Bereich von rund 20 Basispunkten. Die letzte «Welle» erreichte ihren Höchststand um den Jahreswechsel. Seither haben die Zinsen für 10-jährige Festhypotheken um 20 Basispunkte nachgelassen. Mit dem Ausbruch des Nahostkonflikts sind die Energiepreise ruckartig angestiegen. Gleichzeitig hat der bereits zuvor starke Schweizer Franken weiter an Wert gewonnen und wirkt damit dämpfend auf Preissteigerungen in der Schweiz und tendenziell auch zinsmindernd, insbesondere bei kurzen Laufzeiten. Vor diesem Hintergrund zeigt sich aktuell eine ausgeprägte Spreizung zwischen kurzfristigen (2 Jahre) und langfristigen (10 Jahre) Zinssätzen. Diese Zinskurvenstruktur signalisiert eine anhaltend hohe Unsicherheit bezüglich der langfristigen globalen Zinstrends und der mittelfristigen Wachstumsaussichten. Die Schweizer Wirtschaft – insbesondere der Export- und der Industriesektor – dürfte, je länger der Krieg in Nahost dauert, noch stärker unter Druck geraten und damit die Phase der Stabilisierung gefährden.

Richtsätze für Hypotheken

richtsätze-03-2026-de
Datengrundlage: Sätze von rund 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen im Durchschnitt. Stand: 06.03.2026
Hypothek Richtsatz Top-Satz
Saron 3 Monate 1.04%       +/- 0 bps 0.80%       +/- 0 bps
Fest 2 Jahre 1.21%       -10 bps 0.80%       +/- 0 bps
Fest 5 Jahre 1.43%       -18 bps 1.13%       -5 bps
Fest 10 Jahre 1.80%       -20 bps 1.42%       -5 bps
Stand per 06.03.2026, Veränderung ggü. 29.12.2025

Durchschnittlich abgeschlossene Laufzeit bleibt gedämpft

Die aktuell steile Zinskurve lässt Hypothekarnehmende weiterhin vermehrt Hypotheken mit mittleren Laufzeiten um die fünf Jahre abschliessen. Zudem sind Saron-Hypotheken überdurchschnittlich beliebt. Viele dieser Hypothekarnehmenden spekulieren auf Negativzinsen und die passende Gelegenheit, um in noch günstigere Festhypotheken zu wechseln.

Weiterhin Zurückhaltung bei der Hypothekarvergabe


Der Appetit der Hypothekargeber bleibt indes verhalten und die Margen entsprechend hoch. Die zur Hypothekarvergabe notwendigen Refinanzierungen sind teuer und Passivgelder (Spargelder) weiterhin knapp. Eine weitere Verteuerung der Refinanzierung dürfte 1:1 an Hypothekarnehmende weitergegeben und im gleichen Zug allenfalls auch die Margen weiter erhöht werden. Die Margen sind mit gut ein Prozent bereitsheute eher hoch.

Richtsatz vs. Top-Satz von 10-jährigen Festhypotheken

richtsatz-festhypothek-03-2026-de
Datengrundlage: Sätze von rund 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen im Durchschnitt. Stand: 06.03.2026

Zinsprognose

Steigen die Zinsen im zweiten Halbjahr?

Die Inflation in der Schweiz ist weiterhin ausgesprochen tief. Im Februar lag die jährliche Teuerungsrate bei lediglich 0.1%. Damit verläuft die Preisentwicklung klar im Rahmen der Prognosen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Vor diesem Hintergrund erwartet die grosse Mehrheit der befragten Hypothekargeber kurzfristig keine Änderungen beim Leitzins. Der aktuell sehr starke Schweizer Franken dürfte vorerst eher mit Devisenmarktinterventionen bekämpft werden als mit einer erneuten Einführung von Negativzinsen. Entsprechend wird von einer längeren Nullzinsphase ausgegangen. Gleichzeitig sehen sich institutionelle Anleger wie Pensionskassen bereits heute für grössere Beträge bereits wieder mit Negativzinsen von ihren Banken konfrontiert, was das Interesse an Hypotheken als Alternative verstärken könnte. Die dadurch wieder erstarkende Konkurrenz dürfte für Hypothekarnehmende eine Entspannung der Margensituation bewirken.

Wie werden sich die Kapitalmarktzinsen in den nächsten  3 resp. 6 Monaten entwickeln?

kaitalmarktzinsen-03-2026-de
Die Umfrage unter rund 50 Hypothekargebern wurde mittels Online-Befragung zwischen dem 20. Februar 2026 und dem 04. März 2026 durchgeführt (mehrheitlich noch vor dem Ausbruch des jüngsten Konflikts in Nahost). Daran teilgenommen haben Banken, Versicherungen und Pensionskassen.

Sollte sich der Nahostkonflikt aber in die Länge ziehen und die Energiepreise anhaltend steigen lassen, könnten sich ausländische Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung gezwungen sehen, ihre Leitzinsen zu erhöhen. Dies könnte im zweiten Halbjahr dann auch in der Schweiz zum Thema werden und die Zinsen ansteigen lassen.

Neben dem Nahostkonflikt, der das Potenzial hat, die weltweite Inflation anzuheizen und die Weltwirtschaft in eine Rezession zu stürzen, bleiben auch die US-Zölle weiterhin als grosser Unsicherheitsfaktor bestehen.

Oder bleiben die Zinsen trotz Ungemach am Horizont stabil?

Trotz der aktuell sehr hohen Unsicherheit bezüglich der langfristigen globalen Zinstrends und der wirtschaftlichen Wachstumsaussichten zeigen sich die Hypothekarzinsen in der Schweiz sehr stabil. Der starke Schweizer Franken schirmt uns von der Inflation ab, und so wird erwartet, dass sowohl der Leitzins als auch die Swap-Sätze bis zum Sommer weitgehend auf den aktuellen Niveaus verharren werden. Erst klare Signale zur geopolitischen Lage oder zum Wechselkurs dürften eine nachhaltige Bewegung bei den Zinsen auslösen.

Prognostizierte Richtsätze für Hypotheken

prognostizierte-richtsätze-03-2026-de
Datengrundlage: Sätze von rund 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen im Durchschnitt und Erwartung der befragen Hypothekaranbieter. Stand: 06.03.2026
Empfehlungen
  • Die Chance auf attraktive Hypothekarkonditionen bleibt bestehen. Ein breiter Anbietervergleich ist zentral, um den Angeboten mit den höchsten Margen aus dem Weg zu gehen.
  • Hypothekarnehmende mit Saron-Hypotheken sollten den Zinsmarkt eng verfolgen und sich auch auf ein Szenario mit steigenden Zinsen vorbereiten. Ein Wechsel in eine kurz- oder mittelfristige Festhypothek kann Sicherheit bieten.
  • Die Kreditvergabepolitik der Hypothekaranbieter bleibt restriktiv und sie sind «wählerisch» geworden. Auch bei einer Hypothekarablösung sollte deshalb aktuell etwas mehr Zeit eingeplant werden, um den passenden Anbieter zu finden.
  • Wer mit dem Gedanken spielt, seine Hypothek im Hinblick auf die Abschaffung des Eigenmietwerts zu reduzieren, sollte genügend grosse Reserven für zukünftige Renovationen und den Erhalt des Lebensstandards einplanen. Eine Wiederaufstockung der Hypothek im Pensionsalter stellt sich oft als nicht ganz einfach heraus.
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Beliebteste Hypothek 10 Jahre fest
Durchschnittlicher Richtsatz im Markt (10-jährige Festhypothek) 1.80%
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Zinseinsparung pro Jahr in Prozent bis zu 0.38% p.a.
Zinseinsparung in 10 Jahren bei Hypothekarvolumen von CHF 750’000 bis zu CHF 28'500
Stand: 6. März 2026 | Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann MoneyPark keine Garantie, Verantwortung oder Haftung übernehmen. Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte und keine Aufforderung zur Offertstellung dar.
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* Der hier gezeigte Wert für eine Saron-Hypothek setzt sich aus dem aktuellen SARON (Swiss Average Rate Overnight) und der individuellen Marge des Hypothekaranbieters zusammen. Generell sind die angezeigten Zinssätze aktuelle Topkonditionen. Ihr persönlicher Zinssatz kann aufgrund von Belehnung, Tragbarkeit, Hypothekarvolumen und Objektstandort abweichen.